Krankenschwester

Das Online-Tagebuch von Claudia Fink, Krankenschwester

Claudia Fink ist praktizierende Krankenschwester am Klinikum Friedrichshafen, wo sie für die Schulung der Patienten auf das Motiva-System zuständig ist. In ihrem Online-Tagebuch schildert sie die Erfahrungen, die sie und ihre Patienten mit dem Telemedizin-System machen.

Jahr
  • 2007
  • 2008
  • 2009
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  • 2011
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Monat
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17.11.08 Ein fester Bestandteil der medizinischen Versorgung.

Im Herbst gab es für mich als Krankenschwester und Expertin für das Telemedizinsystem Motiva einen ganz besonderen Tag. Obwohl meine tägliche Arbeit schon abwechslungsreich und interessant ist, erwartete mich eine nicht ganz alltägliche Herausforderung. Der frühere Bundesaußenminister Klaus Kinkel war zu Besuch in der T-City Friedrichshafen. Er wollte sich die vielen Projekte in der T-City mal live vor Ort anschauen.

Auf dieser „Visite“ stand auch ein Termin in der Klinik Friedrichshafen und ich sollte diesem Promi im Auftrag der Klinikleitung Motiva präsentieren. Auch wenn ich das System inzwischen aus dem Effeff kenne, habe ich mich intensiv auf den Besuch vorbereitet – auch um meine Nervosität ein wenig in den Griff zu bekommen. Was dann kam, hat mich wirklich überrascht. Das ganze Gespräch mit Herrn Kinkel samt Demonstration lief vollkommen locker und unkonventionell ab. Ich fühlte mich sogar schnell richtig wohl. Herr Kinkel war sehr interessiert und war über die Projektumsetzung und von meinen positiven Erfahrungen in der Patientenbetreuung mit Motiva sehr angetan. Zum Abschluss des Treffens hat mich Herr Kinkel dann sogar für einen weiteren Präsentationstermin eine Woche später in die Zeppelinuniversität eingeladen. Dort fand ein parlamentarischer Abend mit Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft statt. Diese Einladung empfand ich als schöne Geste und nahm sie mit Freude entgegen - zumal mich politische Themen sehr interessieren.

Ein weiterer besonderer Termin für mich und die mobile Visite war der Abschluss eines integrierten Versorgungsvertrags mit den Krankenkassen, dem Klinikum Friedrichshafen, dem Hausärzteverein und dem Ärztenetz Bodensee. Dazu gab es im Auditorium des Klinikums auch eine Pressekonferenz. Hier demonstrierte ich den Journalisten dann Motiva an meinem Arbeitsplatz. Das wichtigste Ziel aller war es, die Gesundheit der Versicherten mit einer chronischen Herzerkrankung zu optimieren. Deshalb wurden in den letzten Monaten intensive Verhandlungen mit den Vertragspartnern geführt. Dieser Vertrag ist von großer Wichtigkeit, da Motiva damit offiziell „verordnet“ werden kann und die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Dies sichert den unter chronischer Herzinsuffizienz leidenden Patienten ein hohes Qualitätsniveau. Nun ist die telemedizinische Betreuung kein Projekt mehr in der Pilotphase, sondern ein fester Bestandteil in der medizinischen Versorgung. Dies erleichtert nun auch meine Arbeit bei Aufklärung, Schulung und Einwilligung der Patienten.

25.08.08 Tag der offenen Tür

In T-City gibt es Botschafter, 27 Menschen aus Friedrichshafen engagieren sich für T-City, bspw. halten sie Vorträge, führen auch schon mal eine Besuchergruppe oder besuchen Schulen, Seniorenheime oder andere Einrichtungen. Ich wurde vom T-City Projektteam gefragt, ob ich nicht auch Botschafterin werden wolle. Ich habe mir das gut überlegt, und dann zugestimmt, Botschafterin für das Projekt Gesundheit und vor allem für Telemedizin und Motiva zu werden. Das ist ja auch das Projekt, das ich betreue. Und da steckt ja auch viel Engagement Einzelner dahinter und das wollte ich gerne transportieren. Mein Aufgabe als Botschafterin ist es, über das Projekt zu informieren - ich halte dazu Präsentationen oder nehme an Workshops teil. Dabei ist es mir besonders wichtig, auch eigene Ideen einzubringen und das Projekt mit den Erfahrungswerten aus der Praxis zu optimieren. Im Detail heißt das für mich, dass ich Kontakt mit den niedergelassenen Hausärzten und Fachärzten aufnehme und aufkläre, welche Möglichkeiten das System auch für sie bietet. Aber ich wende mich genauso an das Klinikpersonal sowie interessierte Bürger aus Friedrichshafen und Umgebung.

Am 7. August fand ein Termin zu Motiva im Auditorium des Klinikums statt. Eingeladen wurden alle Botschafter und interessierten Bürger der Stadt. Sie wurden von Herrn Wolf, dem stellv. Geschäftsführer der Klinik begrüßt. Außerdem erklärte Chefarzt Dr. Jäger den Sinn und Nutzen der telemedizinischen Betreuung. Ich beantwortete viele Fragen zu der Handhabung der Geräte, den Patienten und dem täglichen Ablauf.

Nach diesem theoretischen Teil wollten wir unseren Gästen etwas Besonderes bieten und luden sie zur Vorführung von Motiva und zur Besichtigung des Herzkatheterlabors ein. Dr. Jäger zeigte im Katheterlabor Bildmaterial von Herzkatheteruntersuchungen mit Diagnosen und Therapiemöglichkeiten. Ich demonstrierte an meinem Arbeitsplatz "Motiva". Unsere Besucher waren sehr interessiert und mir hat es viel Spaß gemacht, sowohl die Patientenseite zu zeigen mit tägl. Wiegen/Blutdruck messen als auch unsere Seite - also, wie die Daten bei uns ankommen, welche Rückmeldungen wir geben und wann wir einen Patienten anrufen oder sogar einbestellen. So konnten alle hautnah auf beiden Bildschirmen das Zusammenspiel und die Vorzüge dieser Betreuung erkennen. Es freute mich, dass auch Motivapatienten dieser Einladung folgten und es war für mich ein Beweis dafür, dass die Patienten ein Interesse daran haben, über ihre Erkrankung möglichst viel Information zu bekommen und sich sehr ernsthaft mit Ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Auch ein positiver Nebeneffekt von Motiva.

20.07.08 Grund genug für ein persönliches Gespräch

Bei einer Motivapatientin, die immer sehr gewissenhaft ihr Gesundheitsprogramm bedient, konnte ich bei den Werten erhebliche Differenzen erkennen. Sie litt auch unter Symptomen wie Schwindel und Unwohlsein. Nun musste ich reagieren: ich schickte ihr sofort eine Mitteilung und nahm auch direkt telefonisch mit ihr Kontakt auf. Parallel dazu stimmte ich das Vorgehen mit Dr. Jäger ab. Die Patientin schilderte mir telefonisch Ihr Befinden, sie selbst war ebenfalls über ihre Werte beunruhigt. Wir baten sie dann, bei Ihrem Hausarzt vorstellig zu werden.

Der Hausarzt schickte sie zur weiteren Behandlung zum Kardiologen. Ich fertigte für sie den telemedizinischen Bericht an, damit der Facharzt die Frequenzabfälle und die Gewichtsschwankungen sehen konnte. Sie konnte nun dem Facharzt genaue Werte übermitteln. Nach meinem Empfinden war diese Versorgung in der medizinischen Kommunikation und Zusammenarbeit der richtige Weg. Nach späterer Kontaktaufnahme berichtete sie mir, dass der Arzt ihre Medikation verändert hat.

Wir im Klinikum haben uns natürlich das Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten zu optimieren und zu stärken. Mir ist jedoch auch bewusst geworden, wie wichtig neben der Information die persönliche Kontaktaufnahme ist.

29.05.08 Motiva gewinnt an Bedeutung

Neulich veranstaltete das T-City-Projekt einen Informationsabend über vernetzte Gesundheitsdienste. Das Klinikum Friedrichshafen hat ein sehr großes Einzugsgebiet, deshalb ist ein Informationsaustausch und eine gute Zusammenarbeit im Gesundheitswesen von großer Bedeutung. So wurden zu dieser Veranstaltung Haus- und Fachärzte aus der Stadt Friedrichshafen sowie aus den umliegenden Städten und Gemeinden eingeladen. Vorgestellt wurden an diesem Abend sowohl das Diagnostikportal, als auch das Telemedizin-System Motiva.

Dr. Jäger hielt einen Vortrag über Herzinsuffizienz und die dazugehörenden therapeutischen Maßnahmen. Motiva stand dabei als zukunftsweisende Behandlung im Vordergrund. Die rege Beteiligung an der anschließenden Diskussion zeigte ein großes Interesse der Anwesenden an der neuartigen Telemedizin – darunter auch behandelnde Ärzte unserer Motivapatienten. Es gab einige Fragen und kritische Anmerkungen über das Kontroll- und Betreuungssystem, die ich mühelos beantworten konnte. Ein persönliches Highlight für mich war der Besuch auf der CeBIT 2008 in Hannover. Zum ersten Mal wurde auf der weltweit größten Messe für Informationstechnik das Thema TeleHealth integriert und wir konnten uns direkt vor Ort über telemedizinische Neuheiten informieren.

Dr. Jäger und ich waren sogar eingeladen, bei der Präsentation von Motiva, im Rahmen einer Vortragsreihe am Samstag, dabei zu sein. Frau Kotulla und Frau Dr. Roth eröffneten die Präsentation von T-City und Motiva – danach wurde der neue Motiva-Film gezeigt. Im Anschluss hielt Dr. Jäger seinen medizinischen Vortrag und gab Tipps und Informationen rund um die die telemedizinische Betreuung für daheim.

Unsere Arbeit fand großen Anklang bei einem internationalen Publikum mit Vertretern aus verschiedenen medizinischen Bereichen. Nach dem Themenvortrag gab es von Seiten der Zuhörer viele Fragen, die alle diskutiert und umfassend von uns beantwortet wurden. Aber nicht nur auf der Messe war Motiva ein Thema, sondern auch in unserem Team. Bis in die späten Abendstunden unterhielten wir uns, tauschten Erfahrungen aus und machten uns Gedanken über Verbesserungsvorschläge und eine optimale Umsetzung. Das Projekt wird im Süden umgesetzt und im hohen Norden bei großem Interesse präsentiert - eine tolle Erfahrung für mich! Es ist spannend zu sehen wir mit Motiva auch länderübergreifend gearbeitet werden kann. Nach einer gelungenen Veranstaltung kehrten wir voll neuer Eindrücke zurück an Bodensee.

28.03.08 Herzschrittmacher- OP bei lokaler Betäubung

Ein Klinikarzt besuchte mich in der Funktionsdiagnostik und wollte wissen, welche Voraussetzungen ein Patient mit Herzinsuffizienz für die Aufnahme in das Motivaprogrammm mitbringen müßte. Ich schilderte ihm folgende Kriterien: Er sollte in der Lage sein, seine Messwerte in einem gewissen Zeitfenster abzugeben, die Anweisungen befolgen und ohne fremde Hilfe sein Gesundheitsprogramm bedienen können. Er erzählte mir, dass momentan ein Patient mit diesem Krankheitsbild stationär liegt und der Einsatz eines Herzschrittmacher geplant ist. Ich besuchte den Patient, wir besprachen die Details und ich teilte ihm noch mit, dass ich bei der OP dabei sein werde. Bei Schrittmacheroperationen wird lediglich das Operationsfeld lokal betäubt, so dass der Patient keine Vollnarkose benötigt. Das hat nicht nur den Vorteil, das Risiko zu minimieren. Man kann mit dem Patienten während der OP auch nette Gespräche führen. Bei diesem Patienten war dies der Fall. Während der OP die Dr. Jäger durchführte und ich als OP Schwester assistierte, wollte der Patient etwas mehr über die Projekte und Motiva wissen.

In dem Gespräch kam deutlich zum Ausdruck, dass nicht nur er, sondern auch viele Bürger der Stadt und der umliegenden Gemeinden noch mehr über T-City und die Projekte wissen könnten. Er fände gut, wenn die Themen öfters in der Presse erscheinen würden. Für das medizinische Projekt interessierte er sich sehr und freut sich schon darauf, wenn Motiva bei Ihm installiert wird. Nach der gut verlaufenden Implantation, haben wir dem Patienten versprochen, sein Anliegen weiterzugeben. Jetzt zwei Wochen später, kann ich schreiben dass wir einen weiteren, nach seinen eigenen Worten glücklichen Motivapatienten haben.

20.02.08 Klare Sicht und wenig Probleme

In den letzten zwei Wochen, war im Herzkatheterlabor sehr viel zu tun. Nicht nur viele geplante Patienten, auch Notfälle aus dem Bodenseekreis wurden eingeliefert. Da wir im Team einen 24 Stunden Bereitschaftsdienst absolvieren, können die Notfälle sowohl am Wochenende als auch Nachts versorgt werden und die waren bei dem herrschenden Fönwetter nicht wenige. Auch wenn die Wetterlage uns am See einen wunderbaren Alpenblick präsentiert, so scheint sie den Patienten nicht von Vorteil zu sein.
Was mich dabei etwas überraschte - meine Motiva Patienten hatten nicht viele Probleme. Bei einer Patientin erschien der Blutdruck etwas zu niedrig; laut Fragebogen klagte sie über Schwindel und Atemnot bei mittlerer Belastung und über Unwohlsein. Ich nahm telefonischen Kontakt auf, und wir sprachen über ihr Befinden. Am nächsten Tag ging es ihr dann wieder besser. Bei den anderen Patienten konnte ich recht stabile Werte feststellen.

Für das Projekt Motiva, gibt es auch stetig Neues umzusetzen. Ein weiteres Ziel war, Motiva dem Klinikpersonal zu präsentieren. Mit Rücksprache unserer Pflegedienstleitung, hielt ich bei der anstehenden Stationsleitungsbesprechung, einen Vortrag über unsere telemedizinische Arbeit. Einige hatten sich schon in unserem Intranet darüber informiert, sie fanden es jedoch gut, nun Fragen stellen zu können. Die hauptsächliche Sorge bestand darin, wie ältere Menschen mit der Technik zurecht kommen. Diese Frage konnte ich positiv beantworten und erklärte, dass auch ältere Patienten mit einer Fernbedienung gut umgehen können. Auch die Handhabung sei sehr einfach und gut zu beherrschen. Eine gute Information in allen Fachabteilungen erschien uns sehr wichtig, denn auch ein kardiologischer Patient wird in anderen Fachabteilungen stationär behandelt. Es fand allgemein großen Zuspruch, so dass in Zukunft noch weitere Informationsveranstaltungen geplant sind.

22.01.08 Bluthochdruck und alles wird gefilmt

Über die ganzen Feiertage bis zum Jahreswechsel war die Betreuung recht gut. Ich hatte das Gefühl, dass sich bei den Patienten eine gewisse Kontinuität eingespielt hat und sie mit dem System immer vertrauter werden. Dies fiel mir besonders durch die korrekte Beantwortung der Fragebögen auf sowie den Messdaten, die im vorgegebenen Zeitfenster abgegeben wurden. Bei einer Patientin war deutlich zu erkennen, dass ihr Blutdruck sich stetig erhöhte und sich nun im Grenzbereich befindet. Nach der Auswertung des Fragebogens, der gezielte Fragen für Hypertonie beinhaltet, konnte ich sehen, dass es der Patientin symptomatisch aber gut geht. Bei der bevorstehenden Visite mit Dr. Jäger haben wir über die Hypertonie (Bluthochdruck) und die weitere Vorgehensweise gesprochen.

Das neue Jahr begann mit Motiva dann sehr rasant und aufregend. Ein Film wurde gedreht, indem der Ablauf der mobilen Visite und das Motivasystem dargestellt werden. Das Filmteam erwies sich als sehr kooperativ und hat auch alles bestens organisiert, so dass die Filmaufnahmen gut in den Klinikalltag integriert werden konnte, auch wenn dies für alle Beteiligten keine alltägliche Situation war.

22.12.07 Elektronische Weihnachtsgrüsse per Motiva

Die vielen Feiertage standen bevor und so war noch einiges zu organisieren und zu planen. Unser Pulmologe informierte mich, dass ein Patient, für den Motiva in Frage kommen würde, stationär in der Klinik liegt. In Absprache mit Dr. Jäger und dem Stationsarzt, besuchte ich den Patienten und stellte mich vor. Ich erklärte ihm, dass es nun eine neue Möglichkeit der medizinischen Betreuung für daheim gibt. Mit Hilfe von einer Waage, dem Blutdruckgerät und seinem persönlichen Gesundheitsprogramm wäre es möglich, ihn mit seiner Erkrankung gut zu betreuen. Er zeigte sich sehr interessiert und so hatten wir ein angenehmes Gespräch, indem die erste Vertrauensbasis geschaffen wurde. Ich meldete ihn, nach seinem Einverständnis, beim System an und gab den Technikern den Auftrag, den Kontakt mit dem Patienten herzustellen.

Vor den Feiertagen saßen Dr. Jäger und ich nochmals vor dem Klinikcomputer und besprachen gemeinsam sämtliche Patientendaten, die Risikoeinstufungen und Referenzwerte. Als kleine Weihnachtsüberraschung, schickte ich nun allen Patienten eine Mitteilung mit Feiertagsgrüßen, die sie dann auf ihrem Fernseher empfangen konnten.

18.12.07 Problem gelöst

Man merkt schon, dass die Betreuung der Patienten an manchen Tagen intensiver ist. Zweimal gab es technische Probleme, die der Techniker aber gleich im Griff hatte. Er sagte, dass es wohl ein Empfangsproblem gewesen sei. Jedenfalls hatten sich die Patienten gewogen und Blutdruck gemessen, aber ihre Werte erschienen nicht auf dem Bildschirm in ihrem Gesundheits-
programm. Ich rief also die Patienten an und hörte, dass der eine Probleme mit der Fernbedienung habe. Der andere konnte das Programm nicht starten. Dann rief ich den Techniker an, und am nächsten Tag war die Datenübertragung wieder optimal.

06.12.07 Atemnot

Ich arbeitete gerade im Herzkatheterlabor, als sich ein Patient meldete, dass es ihm nicht gut gehe. Bei geringer Belastung verspüre er Atemnot. Ich nahm sofort Kontakt mit Dr. Jäger auf und schilderte ihm die Symptome. Dr. Jäger schlug vor, der Patient solle zum Hausarzt gehen, um eventuell die Medikamente zu ändern. Nachdem ich dann den Patienten angerufen und ihm erklärt hatte, was zu tun sei, wirkte er gleich ruhiger und bedankte sich für die Betreuung.

Einige Tage später rief ich wieder an, weil ich keine Messdaten von dem Patienten mehr bekam. Seine Frau teilte mir mit, dass sich sein Zustand so verschlechtert habe, dass er ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Wir redeten noch kurz miteinander, bevor ich die anderen Patientendaten weiter kontrollierte.

27.11.07 Persönliche Nähe trotz räumlicher Entfernung

Meine Patientin ist zuverlässig, ich kann auf meinem Monitor sehen, dass sie alle Messungen korrekt ausführt. Ich habe ihr eine Mitteilung geschickt und sie dafür gelobt. Später haben wir dann telefoniert, sie hat mir mitgeteilt, dass sie sehr zufrieden ist und mit dem System gut zurecht kommt. Es gibt ihr eine gewisse Sicherheit und sie empfand es nun auch ganz toll, daß sie mit mir auch direkt sprechen kann.

Nach einigen Tagen konnte ich anhand der Messwerte erkennen, daß sich ihr Blutdruck stetig erhöhte. Habe Dr.Jäger darüber informiert. Wir haben der Patientin dann einen Fragebogen zugeschickt. Bei der Auswertung der Fragen war zu erkennen, daß der Grund für den erhöhten Blutdruck, eine Aufregung im privaten Bereich war. Um mir eine Gesamtbild zu machen, habe ich die Patientin nochmals angerufen und mich nach ihrem Befinden erkundigt. Ihr geht es jedoch gut und sie ist ohne Beschwerden. Am nächsten Tag waren ihre Werte wieder im Normbereich.

13.11.07 Meine erste weibliche Motiva-Patientin

Letzte Woche habe ich meine erste Patientin – also die erste Frau, vorher hatten wir nur Männer – auf das Telemedizin-System Motiva vorbereitet. Ich kannte sie bereits von der Vordiagnostik im Krankenhaus als wir die Dame auf Ihre OP vorbereitet haben. Bei der OP habe ich dann selbst assistiert und sie danach betreut. Dr. Jäger hat sie darüber informiert, dass es ein neues System für eine bequeme Betreuung zuhause gibt und sie war damit einverstanden, Motiva anzuwenden. Sie hat sich dann gefreut, als ich bei der Schulung wieder mit dabei war, weil es oft für Patienten einfacher ist, wenn sie ein vertrautes Gesicht sehen. Und wir kannten uns ja schon durch den Klinikaufenthalt. Die Patientin kam bei der Schulung schnell mit den Geräten zurecht: die Waage, das Blutdruckgerät und der Fernbedienung für das Gesundheitsprogramm, das unter anderem die ärztlichen Anweisungen liefert hatte sie schnell im Griff. Seitdem liefert sie täglich Ihre Werte und wir sind im engen Kontakt, obwohl wir nur über eine Leitung miteinander verbunden sind.

 

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